Enge Verbindungen zwischen Politik und Spielindustrie

Die ehemalige österreichische Chefin der Grünen Eva Glawischnig hat ihre Entscheidung für den Slot-Riesen Novomatic bekannt gegeben. Ein neuer und unerwarteter Karrierewechsel, der viele Menschen in der Partei, die sie von 2008 bis 2017 leitete, überrascht. Zugleich zeigt es die engen Verbindungen zwischen Politik und der Spielindustrie in Österreich.

Enge Verbindung zwischen Politik und Glücksspiel

Laut der konservativen Tageszeitung Die Presse ist dieser Wandel einer der dramatischsten in der politischen und wirtschaftlichen Geschichte des Landes. Die Meldung hat zunächst eine echte Flutwelle in den Medien und in Sozialen Netzwerken ausgelöst.

Der Wechsel ist sowohl überraschend als auch ironisch, da die Politikerin einen beispiellosen Kampf gegen das Glücksspiel geführt hat. Gesetzlich wurde im Jahr 2015 in Wien ein Verbot von Spielautomaten, die nicht in Casinos wie www.top5casinos.at sind, verhängt. Diese Umwälzung trifft die Grünen, die ihrerseits versuchen, sich bei den Parlamentswahlen im Oktober gegen das Parlament durchzusetzen. Gerade bei den Landtagswahlen in Kärnten, wo Eva Glawischnig ihren Ursprung hatte, schwebt eine Bedrohung über der Partei. Zudem hat die ehemalige Europaabgeordnete ihren Rücktritt bereits beim neuen Chef der Grünen, Werner Kogler, eingereicht. Er fügt hinzu, dass die Partei die Aktionen der Gesellschaft weiter bekämpfen wird.

Im Alter von 49 Jahren wartet Frau Glawischnig auf ein völlig anderes Leben und möchte die Verantwortung von Novomatic übernehmen. Sie hält an ihrem Standpunkt zum Verbot illegaler Aktivitäten in diesem Sektor und zu unerwünschten Phänomenen wie der Spielsucht fest. Im April 2017 hatte Frau Glawischnig öffentliche Vorwürfe gegen Novomatic wegen der von der Firma zur Kontrolle der geltenden Vorschriften verwendeten Mittel erhoben.

Seit seiner Gründung im Jahr 1980 ist Novomatic kontinuierlich gewachsen und hat im Jahr 2016 einen überwältigenden Erfolg mit einem Umsatz von 2,6 Milliarden Euro erzielt. Eine beträchtliche Summe, die dieses Unternehmen zu einem der führenden Anbieter in der Welt der Spieltechnologie macht. Die Gruppe beschäftigt mindestens 2.500 Mitarbeiter und produziert über 260.000 Geräte. Sie ist in 45 Ländern tätig und betreibt an allen diesen Standorten 2.100 Spielautomaten.

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