Österreich ist für Investoren aus der ganzen Welt ein beliebter Standort. In diesem Artikel gehen wir auf einige der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Land ein.

Rechnungslegungsvorschriften in Österreich

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember desselben Jahres. Seit 2005 sind alle in Europa registrierten Unternehmen, einschließlich österreichischer Unternehmen, verpflichtet, IFRS anzuwenden. Das Rechnungswesen wird durch das Bilanzbuchhaltungsgesetz von 2014 geregelt. In den ersten fünf Monaten des neuen Geschäftsjahres müssen die Geschäftsführer einen Jahresabschluss, Anhänge und einen Jahresbericht für das vorangegangene Geschäftsjahr erstellen.

Die Hauptversammlung muss den Jahresabschluss innerhalb der ersten acht Monate des neuen Geschäftsjahres genehmigen. Unternehmensberichte sind innerhalb von neun Monaten nach dem Bilanzstichtag zu prüfen und beim Handelsregister einzureichen. Bei Nichteinhaltung dieser Frist werden Geldbußen verhängt.

Als klein eingestufte Unternehmen brauchen nicht geprüft zu werden, wenn sie keinen obligatorischen Beirat haben. Die Offenlegungspflichten sind für kleine Unternehmen weniger streng. Ein kleines Unternehmen darf zwei der folgenden drei Kriterien nicht überschreiten: 50 Mitarbeiter, 5 Millionen Euro Vermögen und 10 Millionen Euro Umsatz in zwei aufeinander folgenden Jahren.

Kleinstunternehmen sind nicht verpflichtet, einen Anhang zu erstellen, wenn bestimmte zusätzliche Angaben unterhalb der Bilanz gemacht werden (einschließlich des Gesamtbetrags der finanziellen Verpflichtungen, Garantien und Eventualforderungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind, der tatsächlichen Garantien und der Höhe der Vorschüsse und Kredite sowie des Zinssatzes, der den Leitungs- und Aufsichtsorganen gewährt wird). Ein Kleinstunternehmen ist ein Unternehmen, das zwei der folgenden drei Kriterien in zwei aufeinander folgenden Jahren nicht überschreitet: 350 000 EUR an Vermögenswerten, 700 000 EUR an Umsatz und 10 Mitarbeiter in zwei aufeinander folgenden Jahren.

Steuersätze für Unternehmen in Österreich

Nicht ansässige Gesellschaften und deren Niederlassungen werden mit dem einheitlichen Körperschaftssteuersatz besteuert, jedoch nur auf deren österreichisches Einkommen.

Im Allgemeinen werden Kapitalgewinne als ordentlicher Geschäftsertrag mit 25 % besteuert. Eine Befreiung wird für Veräußerungsgewinne gewährt, die sich aus dem Verkauf von Aktien einer gebietsfremden Gesellschaft ergeben, die sich seit mindestens einem Jahr im Besitz der gebietsansässigen Muttergesellschaft befindet.